Diese Krabbenspinnenart stammt ursprünglich aus Südasien - Indonesien, Singapur und Sumatra sind bekannte Fundorte.
Dort leben sie mit Vorliebe in lichteren Wäldern innerhalb der ersten Meter der Vegetationsschicht - ein klassisches Baumbewohnerterrarium ist wunderbar für sie geeignet.
Südasien unterläuft eine Trocken- und Regenzeit, die Eiablage erfolgt innerhalb der Trockenzeit.
Die Tiere sind nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich gern regungslos auf Rinde oder in Vegetation.
Sie ernähren sich mit Vorliebe von fliegenden Insekten, alles andere wird meist ignoriert.
Für die Haltung in Terrarien empfehlen wir eine gute Belüftung, diese ist deutlich wichtiger, als eine hohe Luftfeuchtigkeit. Tagesmitte bei 40-60% LF ist vollkommen ausreichend.
Abends sprühen oder gießen um die Tiere bei der Häutung zu unterstützen, gehäutet wird in 99% der Fälle nachts oder bei Dämmerung.
Temperaturempfehlung 24- 26 Grad tagsüber mit einem nächtlichen Abfall. Je heißer, desto schneller sind sie!
Sie tolerieren auch niedrigere oder höhere Temperaturen, wir würden allerdings davon abraten. Bei niedrigeren Temperaturen, wie bei allen Spinnen, lässt sich eine längere Lebensdauer erwarten - Diese kann bei Weibchen tatsächlich mehrere Jahre betragen.
Die Mutter dieser Nachzucht ist bereits im dritten Lebensjahr.
Handlingstipp: Heteropoda davidbowie gehören zu den schnellsten Spinnen der Welt und dem machen sie auch alle Ehre, wenn man sie aufscheucht - es ist am Leichtesten, sie Tagsüber umzusetzen, wenn sie z.B auf einem Blatt oder Kork sitzen. Eine Ruhige Hand und wenig Luftbewegung und die Tiere verharren idR an Ort und Stelle.
Eine Trockenzeit zu simulieren veranlasst das Weibchen nach erfolgreicher Paarung zur Eiablage - Für die Nachzucht empfehle ich nach der Kokonproduktion die Luftfeuchtigkeit noch etwas weiter zu drosseln, keinesfalls mehr als 60% LF - lieber weniger - der Kokon braucht eine sehr gute Belüftung, damit er durchkommt und das Muttertier bedient sich an Tropfen um ihren Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren.
Die Weibchen erreichen adult eine Körperlange von ca 2,5 cm, die Männchen bleiben etwas kleiner und zumeist blasser.
Die Tiere sind beißscheu und flüchten bei Gefahr - dies trifft allerdings nicht mehr auf eine werdende Mutter zu, hier ist Vorsicht geboten. Das Gelege wird aktiv verteidigt.